Internet der Dinge - Segen oder Fluch aus juristischer Sicht?

by Sonja Dürager

Pläne großer Elektrogerätehersteller oder der Automobilriesen, wonach bis zum Jahr 2020 komplexe M2M-Systeme – Maschine zu Maschine, soll heißen, dass nicht nur Menschen mit Servern kommunizieren, sondern auch die „Maschine hinter der Maschine“ voll automatisiert Transaktionen einleitet, Handlungen vornimmt und Erklärungen abgibt – in allen Haushalten vertreten sein sollen, lässt bislang ungeahnte Fragen nach verantwortlichen Handlungssubjekten, Haftungsszenarien, Daten- und Systemsicherheit, Datenschutz, Datenanonymisierung und Datenpseudonymisierung sowie Profilbildung aufkommen. So haben auch in Zeiten von IoT Kundendaten zwar weiterhin vornehmlich den Zweck, den Unternehmer – den Hersteller des smarten Gegenstands sowie den Entwickler der Anwendung – in die Lage zu versetzen, seine Pflichten dem Kunden gegenüber zu erfüllen bzw die Gegenleistung einzufordern, allerdings werden sie in einer vernetzten Informationsgesellschaft zunehmend auch „zweckentfremdet“. So bietet vor allem das mit smarten Gegenständen zu generierende Datenvolumen viel Potential, Bedürfnisse und Wünsche der Kunden erkennen, bewerten und Verhaltensmuster prognostizieren zu können, woraus Entscheidungsgrundlagen für Marketingmaßnahmen, Unternehmensstrategien, Investitionen oder Markenimage gewonnen werden. Das Ziehen von Schlussfolgerungen aus der Zusammenstellung von Einzelinformationen auf das Konsumverhalten wird als Profiling bezeichnet. In einem Streifzug durch solche datenschutzrechtliche Hintergründe sollen Problemstellungen bei Anwendungen wie dem automatisiertem Fahren und dem smarten Kühlschrank besprochen werden.

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